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Kostenfrage nachrangig

Zu den Äußerungen des Vorsitzenden des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte e.V. Herrn Egbert Neuhaus, erklärt der Geschäftsführer der IG Metall Arnsberg, Wolfgang Werth: „Herr Neuhaus macht es sich sehr einfach, wenn er die IG Metall und die Landesregierung für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region verantwortlich macht. Er sollte vielmehr einen Appell an einige seiner Mitgliedsunternehmen richten, den einfachen aber einfallslosen Weg der Kostenreduzierung durch Verlagerung zu verlassen und Investitionen in Innovationen vorantreiben. Denn die Innovationsfähigkeit ist weitaus entscheidender für Stabilität und Wachstum, als der Kostenfaktor.“ Werth erläutert, dass es viele Unternehmen in unserer Wirtschaftsregion gebe, in denen die Beschäftigung und Wirtschaftskraft wächst. Diese Unternehmen haben eine Gemeinsamkeit: Ihr Geschäftsmodell beruht auf dem Motto „Besser statt billiger“. Wolfgang Werth verwies dabei auf eine Umfrage unter den Betriebsratsvorsitzenden der Metall- und Elektrobranche in unserer Region. Diese zeigt auf, dass die Arbeitsplätze in den Betrieben besonders stabil oder anwachsend sind, in denen die Marktpräsenz auf den europäischen Märkten und bei den Hauptkunden stimmt. An dritter Stelle ist die Innovationsfähigkeit als erfolgsentscheidend für Entwicklung der Arbeitsplätze benannt. Die Arbeitsplatzverlagerung folgt erst an zehnter Stelle! 

Wolfgang Werth: „ Es geht darum, sich mit innovativen Produkten um Kunden und Märkte zu bemühen und so langfristig den Standort zu sichern. Das ist der Weg der ökonomischen Vernunft. Wer hingegen die Kostenfrage in den Mittelpunkt rückt, ist kein Unternehmer sondern ein Unterlasser und somit ein Bremsklotz.“
Der Gewerkschafter betonte, dass Innovationen auch die besten Arbeitskräfte brauchen. „Die Besten bekommt man aber nur mit guter Bezahlung. Auch darum ist unsere Forderung von 5 Prozent ein wichtiges Signal“, so Wolfgang Werth abschließend.